Fortbildung „inklusive Schule“

Fortbildungsangebote zum „Umgang mit grenzüberschreitenden Kindern und Jugendlichen“ – Handlungssicherheit erlangen, Ideen zur Konzeptentwicklung entwickeln und Schulprogrammarbeit leisten.

Das 9. Schulrechtsänderungsgesetz fordert alle allgemeinbildenden Schulen heraus, sich auf den Weg zur „inklusiven Schulen“ zu machen. Diese grundsätzlich begrüßenswerte Entwicklung stellt Sie als Schule vor veränderte Rahmenbedingungen und bringt neue Aufgaben mit sich. Die Kenntnis der veränderten rechtlichen Situation ist grundlegend.

Für die Lehrerinnen und Lehrer Ihrer Schule wird es zunehmend wichtiger werden, handlungssicher in grenzverletzenden Situationen zu agieren. Erfolgreiche Strategien für den praktischen Umgang mit der konkreten, grenzverletzenden Situation werden ebenso wichtig werden, wie konzeptionelle Überlegungen und Handlungspläne, die in Ihr Schulprogramm einfließen sollten. Nur eine Schule, die sich gemeinsam und umfassend aufstellt wird die neuen Herausforderungen erfolgreich meistern können.

Die folgenden Bausteine sollen Sie und Ihr Kollegium dabei unterstützen. Sie können Sie individuell auf die Schwerpunkte Ihrer Schule zugeschnitten buchen, um sich und Ihr Kollegium handlungssicher auf den Weg zu einer inklusiven Schule zu begeben.

Diagramm Inklusive Schule

Diagramm Inklusive Schule

1. Baustein: Haltung, Kommunikation und Körpersprache

Ihre Haltung gegenüber grenzüberschreitenden Personen ist entscheidend, um frühzeitig auf diese deeskalierend reagieren zu können. In diesem Baustein wird Ihre „innere Haltung“ angesprochen, und wie sie als Pädagoge in Eskalationsmomenten klar auftreten, um Grenzverletzungen sicher händeln zu können.

„Auf Kleinigkeiten Reagieren, damit großes erst gar nicht entsteht“.

Zeitlicher Rahmen: 6 Stunden

2. Baustein: Entwicklung eines Kriseninterventionsplans

Ein einheitlicher Kriseninterventionsplan lässt ein Kollegium seinen Schülerinnen und Schülern gegenüber mit gleichen pädagogischen Mitteln einschätzbar entgegentreten. Gerade Schüler mit einem „E“ oder „S“ Status benötigen einschätzbare und bekannte Handlungsmuster in Krisensituationen, um lenkbar zu bleiben. Unterschiedliche Handlungsstrategien können Krisen und Grenzüberschreitungen gar schüren. Es kommt also auf eine gemeinsame „klare Linie mit Herz“ an, um die Schülerinnen und Schüler positiv zu beeinflussen und deeskalierend auf sie zu wirken.

3. Baustein: Fachvortrag zum 9. Schulrechtsänderungsgesetz

Dieser Baustein soll Ihnen einen Einblick über die aktuelle veränderte Rechtslage geben und die Veränderungen deutlich machen, die durch diese Gesetzesänderung auf Sie zukommen. Die „fachspezifische Sprache“ verstehen zu lernen ist Voraussetzung um rechtssicher agieren zu können.

4. Baustein: Schulrechtsänderungsgesetz „inklusive Schule“

Das 9. Schuländerungsgesetz und die damit einher gehende gravierende Änderung des Schulalltages, ist Schwerpunkt dieses Bausteins. Geleitet wird dieser Baustein von einer Rechtsanwältin, die den rechtlichen Rahmen in Bezug auf Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf, individuell auf Ihre Schule zugeschnitten, ausloten kann. Die Umsetzung des geänderten Schulgesetzes ist Schwerpunkt dieses Bausteins und gibt Ihnen die nötige Sicherheit im Umgang mit Schülerinnen und Schülern aber auch in der Beratung der Eltern. Die sichere Umsetzung des rechtlichen Rahmens gibt klare Strukturen für den Schulalltag.

5. Baustein: Praxis trifft Recht

Die pädagogisch veränderte Situation wirft rechtliche Fragen auf, die Sie sich im täglichen Umgang mit Ihren Schülern stellen. Darf ich einen Schüler festhalten? Hat sich die Aufsichtspflicht geändert? Was muss ich dokumentieren? Welche Medikamente darf ich verabreichen? Wie sieht eine rechtlich stimmige Schulakte aus? Dieser an der Praxis orientierte Baustein gibt Ihnen Sicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und unterstützt Sie beispielsweise dabei, gerichtsverwertbar zu dokumentieren.

6. Baustein: Face to Face

In diesem Baustein werden Lehrerinnen und Lehrer geschult körperliche Grenzüberschreitungen zu deeskalieren, um sich sicher diesen Situationen zu stellen. Für diesen Baustein wird eine Sporthalle, die mit Matten ausgelegt ist, benötigt. Dieser Baustein wird von zwei Referenten durchgeführt, die die Teilnehmer in einem geschützten Raum an ihre individuelle Stressgrenze führen und sie dabei begleiten, diese simulierten Extremsituationen zu meistern. Ziel ist es das eigene Stresslevel zu kontrollieren, um in Extremsituationen handlungsfähig zu bleiben.

7. Baustein: Streitschlichter

Schülerinnen und Schüler zu Verbündeten zu machen, um ein sicheres und handlungsfähiges Schulumfeld zu erhalten, ist das Ziel dieses Bausteins. Die Schülerinnen und Schüler werden zu Streitschlichtern ausgebildet. Die Aufgabe der Streitschlichter besteht auch darin präventiv zu wirken, indem sie Angebote/ Spiele für die Pausenzeiten machen. Denn Langeweile ist der beste Zündstoff für Konflikte und Eskalationsmomente. Eine weiterführende Aufgabe der Streitschlichter ist die Unterstützung des Lehrpersonals bei der Klärung von Konflikten.

8. Baustein: Schülerkompetenztraining „Nein zu Ausgrenzungen“ (ab Klasse 7)

In diesem Baustein werden die Schülerinnen und Schüler geschult, andere Schülerinnen, Schüler und das Lehrpersonal zu akzeptieren. Verhaltensmuster wie Ausgrenzung, Mobbing oder andere Formen seelischer Gewalt möchte keiner. Ihre Schülerinnen und Schüler erlernen die „Kultur des Hinschauens“. Einmischen und entgegentreten sind die Schlüsselworte, die ein stressfreies Lernen ermöglichen.

9. Baustein: schlag:fertig (Alter je nach Entwicklung, nicht vor dem 12. Lebensjahr)

Dieses Training richtet sich an Schülerinnen und Schüler die Gewalt als „einziges Mittel“ einsetzen und über keine bis wenige andere Handlungsstrategien verfügen. Tägliche Auseinandersetzungen prägen das Schulleben dieser Schülerinnen und Schüler. Das Produzieren von Opfern ist ihr „spezielles Hauptfach“.

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Maskottchen schlag-fertig